Die Zahl der antisemitischen Übergriffe ist erneut explodiert. Die Schweiz hat ein Problem mit dem importierten Antisemitismus durch fremde Kulturen.
2024 wurden in der Schweiz 221 antisemitische Vorfälle gemeldet, fast viermal so viele wie 2022. Der Nahost-Konflikt hat den Antisemitismus in der Schweiz verschärft. Der Online-Hass, besonders durch Muslime ist ein grosses Problem.
Der Antisemitismusbericht 2024 des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) und der GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus zeigt, dass Jüdinnen und Juden in der Schweiz 2024 noch viel massiver angefeindet wurden als 2023.
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen (seit Oktober 2023) hat den Hass gegen Juden in der Schweiz verstärkt. Viele Menschen werfen Schweizer Jüdinnen und Juden pauschal vor, für die Politik Israels verantwortlich zu sein – obwohl sie nichts damit zu tun haben. Dieses Denken ist ein altes Vorurteil: Die Annahme, Schweizer Juden seien nicht loyal zur Schweiz, sondern nur zu Israel.
221 Vorfälle in der realen Welt (Tätlichkeiten, Beschimpfungen, Aussagen, Schmierereien) wurden 2024 gemeldet – fast viermal so viele wie 2022. 11 Tätlichkeiten gab es, darunter ein Messerangriff in Zürich, bei dem ein Jude schwer verletzt wurde. 1.596 Hassnachrichten online wurden registriert, vor allem auf Telegram (890 Fälle).
Nach den Angriffen von Islamisten fühlen sich viele Juden in der Schweiz unsicher: Der Messerangriff durch einen jungen Araber in Zürich hat das Sicherheitsgefühl vieler stark verschlechtert. Viele verstecken ihre religiösen Zeichen und sagen nicht offen, dass sie Juden sind.
Eine Umfrage zeigt, dass sich Juden unsicherer fühlen als früher. Viele denken daran auszuwandern. Viele Juden glauben nicht, dass der Schweizer Staat genug gegen Antisemitismus tut. Synagogen und jüdische Schulen müssen oft bewacht werden. Viele antisemitische Vorfälle werden nicht gemeldet. Opfer denken oft, dass es nichts bringt, oder sie wollen keine Probleme. Der SIG bittet deshalb Opfer und Zeugen von antisemitischen Vorfällen, diese zu melden, damit man ein möglichst vollständiges Bild davon hat.