Die Schweiz stellt die Entwicklungshilfe für Eritrea ein. Damit reagiert das Aussendepartement darauf, dass das Land abgewiesene, illegal anwesende und rückführungspflichtige Asylbewerber nicht zurücknimmt.

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Die Schweiz stoppt die Entwicklungshilfe für Eritrea per Ende Mai. Damit will das Aussendepartement den Druck auf das Land erhöhen, abgewiesene Asylbewerber zurückzunehmen.

Die Schweiz stellt die Entwicklungshilfe für Eritrea per Ende Mai ein. Den Stopp begründete das Aussendepartement EDA gegenüber dem Schweizer Radio SRF damit, dass zu wenige Fortschritte bei der Migration erzielt worden seien. Dies habe eine externe Evaluation ergeben.

Zwar verbesserte sich die Beziehung zwischen der Schweiz und Eritrea laut EDA-Sprecher Michael Steiner. So hätte die Berufsbildung gestärkt werden können. Beim Thema Migration hätten jedoch «keine grösseren Fortschritte» verbucht werden können. Primär geht es um die Rückführungen.

Die Schweiz arbeitet daran, abgewiesene Asylsuchende in ihr Heimatland zurückzuführen. Doch Eritrea ist nicht bereit, diese zurück zu nehmen. Im vergangenen Juni erhöhte das Parlament den Druck mit einer Motion. Die Schweiz sandte darauf eine Verbindungsperson für Gespräche nach Eritrea. Die Rückübernahme gilt als eine wesentliche Bedingung für die Verhandlungen. Eritrea weigert sich seit Jahren, seine abgewiesenen Asylsuchenden zurücknehmen.