Weil der Mann aus Ghana, der in Zürich diverser Sexualdelikte angeklagt ist, in Marbella ein Partyleben führt und sich vom Prozess am Bezirksgericht entschuldigen liess, fordert die JSVP die Justizdirektion auf, sofort zu handeln.
Die Junge SVP fordert die Auslieferung von «Travis the Creator» aus Spanien in die Schweiz. Der Influencer aus Ghana ist in Zürich wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Der Ghanaer lebt derzeit in Marbella und hat sich vom Prozess in Zürich entschuldigen lassen.
Die Jungpartei JSVP hat einen offenen Brief an die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr verfasst. Der Inhalt dreht sich um den Fall «Travis the Creator». Der selbsternannte Zürcher Influencer müsste sich diese Woche vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Doch er weilt in Spanien und liess sich entschuldigen.
Er ist in Marbella als Partyveranstalter für gutverdienende Stars tätig. Travis habe die Frauen für extravagante Partys organisiert, schildert sein ehemaliger Geschäftspartner in einem Dokumentarfilm vom «Tages-Anzeiger». Mutmasslich habe der Ghanaer die eingeladenen Frauen dazu gedrängt, als Eintrittstickets an die Partys zuerst mit ihm zu schlafen.
Angeklagt ist Travis in der Schweiz wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Denn vor Marbella trieb er sich im Zürcher Nachtleben herum. In einem älteren Fall, in dem sich der Mann erfolglos über mehrere Instanzen wehrte, wurde er schliesslich wegen Schändung schuldig gesprochen.
Weil er für den aktuellen Prozess ein Attest seines spanischen Arztes einreichte, konnte sich Travis entschuldigen lassen. «Dass das Bezirksgericht Zürich dieses Attest als glaubwürdig empfindet, obwohl der Angeklagte bereits im Februar erfolglos versucht hat, den Prozess aufgrund der medialen Berichterstattung zu verschieben, ist dem Schweizer Rechtsstaat unwürdig», schreibt die Junge SVP im offenen Brief. Sie spricht von einer «Bankrotterklärung der Zürcher Justiz».
Dies sei ein Schlag ins Gesicht der mutmasslichen Opfer, so die Junge SVP. «Während Frauen und sogar Mädchen auf Gerechtigkeit warten, kann sich ein verurteilter Sexualstraftäter ungehindert ins Ausland absetzen und sich dem Prozess entziehen.» Die Jungpartei sieht die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr verantwortlich und fordert von ihr, endlich einzuschreiten.
«Was sagen Sie den Opfern, die nun zusätzlich zu den widerlichen Taten noch ein verlängertes Verfahren aushalten müssen?», will die Junge SVP von Fehr wissen. Sie fordert, dass der Angeklagte an die Schweiz ausgeliefert wird und sich dem Rechtsstaat stellen muss. Der Staat dürfe keinen Sexualstraftäter davonkommen lassen.
Die Medienstelle schreibt: «Der Fall liegt beim Bezirksgericht Zürich. In der Schweiz herrscht Gewaltentrennung. Die Gerichte sind unabhängig. Die Oberaufsicht liegt beim Kantonsrat. Wir können uns mangels Zuständigkeit nicht zu dieser Angelegenheit äussern.»